Freitag, 14. September 2018

3 wichtige Schritte auf dem Weg zu innerer Ruhe


In letzter Zeit habe ich sehr häufig zwei Sätze von Menschen gehört. Zum einen „Ich möchte einfach nur ankommen.“ und zum anderen „Ich möchte einfach nur glücklich und zufrieden sein.“ Beide Sätze verfolgen im Grunde den Wunsch nach innerer Ruhe, doch oftmals wird dieser Wunsch verknüpft mit Dingen im Außen. Einige versuchen, beispielsweise im Urlaub zur Ruhe zukommen, wenn der Arbeitsalltag für eine kurze Zeit aufhört. Andere versuchen, zur Ruhe zu kommen, indem sie eine erfüllende Zeit mit bestimmten Menschen verbringen. Wieder andere versuchen zur Ruhe zu kommen, indem sie Yoga, Tai Chi, Meditation oder sonstige Praktiken ausüben. Doch was heißt denn letztendlich zur Ruhe kommen?

Die Ruhe, die die meisten kennen, ist jene Ruhe, die eintritt, wenn die Geräusche aufhören oder wenn sie einfach einmal ihre Ruhe haben im Sinne von nichts tun müssen bzw. keinen vermeintlichen Verpflichtungen nachkommen müssen. Und doch ist es interessant, dass es viele Menschen gibt, die allein diese Ruhe, die durch äußere Umstände erzeugt wird, kaum lange aushalten können. So finden sie meist sehr schnell wieder etwas, das sie tun können. Sie lesen ein Buch, gehen zum Sport, oder verabreden sich mit Freunden. Es ist schon fast ein Paradox. Viele Menschen sehnen sich in diesen hektischen und turbulenten Zeiten nach Ruhe, doch kaum ergeben sich dafür die äußerlichen Bedingungen, verfallen sie doch wieder in eine andere Art des Tuns. Das liegt meist daran, dass die äußerliche Ruhe erst die tatsächliche, innere Unruhe zutage fördert. Wenn es im Außen still wird, dann lärmen schnell zig Gedanken, Erinnerungen und Emotionen in vielen Menschen umher.

Jiddu Krishnamurti, der ein bedeutender indischer Philosoph und Theosoph war, hat es in seinem Buch „Einbruch in die Freiheit“ sehr schön beschrieben:

„Das Leben, das wir im Allgemeinen führen, kennt kaum ein Alleinsein. Selbst wenn wir allein sind, wird es bedrängt von so vielen Einflüssen, so vielem Wissen, so vielen Erinnerungen und Erfahrungen, von so viel Angst, Elend und Konflikt, dass unser Geist immer stumpfer, immer gefühlloser wird und in eine monotone Routine verfällt. Sind wir jemals allein? Oder tragen wir alle Lasten von gestern mit uns herum?

Es gibt eine recht hübsche Geschichte von zwei Mönchen, die von Dorf zu Dorf wandern und dabei einem jungen Mäd­chen begegnen, das am Flussufer sitzt und weint. Einer der Mönche geht zu ihr und sagt: »Schwester, worüber weinst Du?« Sie antwortet: »Sehen Sie das Haus dort drüben auf der anderen Seite des Flusses? Ich kam heute am frühen Morgen herüber und hatte keine Mühe, den Fluss zu durchwaten; aber nun ist das Wasser angestiegen, und ich kann nicht mehr zurück; es ist kein Boot da.« - »Oh«, sagt der Mönch, »das ist gar kein Pro­blem«, und er hebt das Mädchen auf, trägt es über den Fluss und lässt es auf der anderen Seite zurück. Die beiden Mönche gehen zusammen weiter. Nach zwei Stunden sagt der andere Mönch: »Bruder, wir haben ein Gelübde abgelegt, niemals eine Frau zu berühren. Was Du getan hast, ist eine furchtbare Sünde. War es nicht ein Vergnügen für Dich, ein aufregendes Ereignis, eine Frau zu berühren?« Der andere Mönch erwidert: »Bereits vor zwei Stunden habe ich sie hinter mir gelassen, Du aber trägst sie immer noch mit Dir herum.«
Genau das tun wir. Wir schleppen ständig unsere Lasten mit uns herum; wir geben sie nie preis, wir lassen sie nie hinter uns. Nur wenn wir einem Problem unsere volle Aufmerksamkeit zu­wenden und es augenblicklich lösen - es nicht auf den näch­sten Tag, auf die nächste Minute mit hinübernehmen -‚ dann ist innere Abgeschiedenheit da. Dann sind wir, selbst wenn wir in einem überfüllten Hause leben oder in einem Bus sitzen, inner­lich allein. Und dieses Alleinsein verrät einen frischen Geist, ei­nen 'unschuldigen‘ Geist.

Es ist sehr wichtig, innere Abgeschiedenheit, inneren Raum zu haben; denn das bedeutet, in der Freiheit zu leben, unbelastet zu sein, zu wirken, schwerelos zu sein. Schließlich kann Güte nur im weiten Raum zur Blüte kommen, ebenso wie sich Tu­gend nur in der Freiheit entfalten kann. Wir mögen politische Freiheit haben, aber innerlich sind wir nicht frei, und darum ha­ben wir keine innere Weite. Keine Tugend, nichts Wertvolles kann ohne diesen weiten Raum in uns wirken oder wachsen. Raum und Schweigen sind notwendig, denn nur, wenn der Geist allein ist, unbeeinflusst, ungedrillt, nicht durch die unend­liche Vielfalt der Erfahrungen gebunden, kann er etwas völlig Neuem begegnen.“

Wie oft hattest Du im Außen Ruhe, warst vielleicht sogar allein in der Natur, doch in Dir haben die Gedanken gewütet? Vielleicht hast Du auch schon abends im Bett gelegen und konntest nicht einschlafen, weil die Gedanken in Deinem Kopf Karussell gefahren sind.

Um den inneren Punkt zu finden, an dem es einfach ruhig ist – unabhängig davon wie viele Menschen um Dich herum sind, oder wie groß das Chaos sein mag – können 3 Schritte sehr hilfreich sein:

  1. Werde still
  2. „Bringe den Müll raus“
  3. Zentriere Dich und übe Dich in Achtsamkeit

Schritt 1: Werde still
Wie oft bist Du wirklich still? Wie oft bis Du in einem Zustand, in dem Du nichts tust? Du nimmst Dir einfach Zeit für Dich und sitzt beispielsweise in einem bequemen Stuhl, liegst auf der Couch oder sitzt auf einer schönen Wiese und machst….NICHTS. Du sitzt einfach nur da. Ganz gleich, ob Du mit offenen oder geschlossenen Augen da sitzt oder liegst, Du bist nur da, wo Du bist. Kein Buch, kein Smartphone, kein Picknick, gar nichts. Du tust nichts, Du bist einfach.

Viele Menschen nehmen sich im Alltag viel zu wenig Zeit dafür, weil sie unentwegt beschäftigt sind und es scheinbar so viele Dinge zu erledigen gibt. Vielleicht gibt es auch eine Stimme in Dir, die sagt „Ich kann doch nicht nichts tun!“ Die spannende Frage ist „Wieso nicht?“ Die moderne Gesellschaft ist extrem auf Leistung gedrillt. Wenn jemand nichts tut, ist er ein Taugenichts, oder Lebenskünstler. Die Krux an der Sache ist bloß, dass Du den Punkt der inneren Ruhe nur sehr schwer finden kannst, wenn Du aus dem Leistungs-Ding nicht zwischendurch bewusst aussteigst und aus dem Tun-Modus rauskommst. Das erste Experiment könnte also darin bestehen, dass Du Dir jeden Tag 15-30 Minuten Zeit nimmst, in denen Du nichts tust.

Das bringt uns direkt zum zweiten Schritt, denn wenn Du nichts tust und es im Außen ruhig ist, dann könnten zahlreiche Gedanken in Dir hochkommen. Das heißt, Du bist äußerlich zwar im still, doch Dein Verstand arbeitet innerlich womöglich auf Hochtouren.

Schritt 2: Bringe den Müll raus
Das Denken hat im alltäglichen Leben eine übermäßige Bedeutung gewonnen. Einerseits hat das Denken eine Bedeutung für unsere tägliche Arbeit, bei der es mit Sorgfalt, Logik und Vernunft angewendet werden muss. Andererseits produziert der Verstand auch unentwegt Gedanken, die wir mit Gefühlen oder alten Emotionen anreichern, dann zu Meinungen, Vorurteilen oder Geschichten formen, von denen wir dann auch noch meinen, sie seien real. Krishnamurti beschreibt dieses Denken als „jenes Denken, das ohne jeden Wert ist.“ Doch was tust Du damit?

Im Film „Der Pfad des friedvollen Kriegers“ gibt es eine Szene, die sehr treffend beschreibt, was man mit dem Denken, das ohne jeden Wert ist, am besten macht. In dieser Szene sagt der alte, weise Mann Sokrates zum jungen Studenten Dan „Bring den Müll raus!“ Darauf entgegnet Dan: „Bring den Müll doch selber raus!“ Sokrates schaut ihn an und sagt: „Ich meine aber den Müll in Deinem Kopf“.

Es geht also darum den Gedankenmüll aus dem Kopf rauszubringen, um die Tür zu innerer Ruhe zu öffnen. Wie geht das? Es beginnt damit zu beobachten, was Du denkst. Du wirst sozusagen zum Beobachter Deines Denkens, Deines Verstandes. Sobald Du beginnst zu beobachten, schaffst Du eine Lücke zwischen Dir und Deinem Verstand. Oftmals meinen wir, wir sind unsere Gedanken oder unser Verstand. Doch dem ist nicht so. Wir sind nur so verklebt mit unserem Denken, unseren Meinungen und Geschichten, dass wir zumeist gar nicht auf die Idee kommen, einen Schritt zur Seite zu machen und festzustellen, dass wir nicht unser Verstand sind.

Der Verstand ist ein praktisches Werkzeug, dessen wir uns bedienen können, wenn wir ihn wirklich brauchen. Gleichzeitig geht es jedoch darum, wirklich darauf zu achten, was Du für Gedanken produzierst, die nicht nützlich sind. Wie oft erschaffst Du beispielsweise nicht nur in Echtzeit-Situationen mit anderen Menschen, sondern in Deinem Verstand sogenanntes niederes Drama, befindest Dich also in einer zähen Täter-Retter-Opfer-Dynamik? Wie oft führst Du innerlich mit Leuten Gespräche und „zeigst es ihnen“ oder beurteilst die Handlungen anderer? Gedanken, die nicht dienlich sind, entziehen Dir in der Regel eine Menge Energie. Das Resultat ist meist, dass Du müde oder erschöpft bist und vor allem keine Klarheit mehr hast. Dann verstrickst Du Dich in Deinen Gedanken und kannst nur noch in einem monotonen, bekannten Alltagstrott funktionieren, anstatt innere Klarheit über den nächsten Schritt zu bekommen.

Krishnamurti beschreibt es so: „Wenn Du den Wunsch hast, etwas klar zu sehen, muss der Geist sehr ruhig sein, ohne Vorurteile, ohne Geschwätz, ohne Zwiegespräch, ohne Vorstellungen und Bilder – das alles muss beiseite getan werden, damit man schauen kann.“

Es könnte schmerzhaft sein, Dir einzugestehen, wann, wie oft, mit wem und worüber Du im niederen Drama bist, recht haben willst, kämpfst, jammerst oder Dich rechtfertigst. Es könnte genauso schmerzhaft sein, zu beobachten, wie oft Du die Probleme anderer zu Deinen eigenen Problemen machst und stunden- oder tagelang darüber nachdenkst. Doch genau dieser Schmerz ist es, der notwendig ist, damit  Veränderung passieren kann. Es beginnt damit, Dein Denken zu beobachten und aus diesen Mechanismen auszusteigen. 


Schritt 3: Zentriere Dich und übe Dich in Achtsamkeit
Sobald Du den gröbsten Müll rausgebracht hast, wirst Du merken, dass Du mehr und mehr Energie zurück bekommst. Der dritte Schritt besteht nun darin, Dich in Achtsamkeit zu üben, welche Gedanken, Geschichten und Meinungen Du weiterhin produzierst und zwar in jedem Augenblick, jetzt und jetzt und jetzt…

Achtsamkeit ist nicht das gleiche, wie Konzentration. Konzentration ist Fokussierung, ist Ausschließung. Achtsamkeit ist hingegen umfassendes Gewahrsein und schließt nichts aus. Doch oftmals sind wir so mit unseren Gedanken beschäftigt, den kleinen und großen Problemen des Alltags, unseren Plänen oder sogar ehrgeizigen Bestrebungen, dass wir die Achtsamkeit verlieren.

Achtsamkeit hat etwas zu tun mit unmittelbarer Gegenwärtigkeit. Diese hast Du beispielsweise, wenn sich in Deinem Zimmer eine Schlange befindet. Du überwachst jede ihrer Bewegungen, Du bist hellwach, Du reagierst überaus empfindlich auf das leiseste Geräusch und jede noch so kleine Regung, die sie macht. Du bist komplett im Jetzt. Ein solcher Zustand der Aufmerksamkeit ist geballte Energie. In dieser Gegenwärtigkeit reagiert Dein Wesen augenblicklich. Du denkst nicht. Gleiches kannst Du bei Kampfsportarten wie Judo oder Aikido beobachten.

Nun willst Du sicherlich keine Schlange im Raum haben, um in den achtsamen Modus zu kommen. Das ist auch nicht notwendig. Achtsamkeit hat sehr viel damit zu tun, ob Du zentriert und geerdet bist, oder nicht. Wenn Du zentriert bist, bist Du präsent im Hier und Jetzt und kannst wahrnehmen, was ist. Wie zentrierst Du Dich? Stell Dich einmal mit beiden Beinen und leicht gebeugten Knien schulterbreit hin, die Füße flach auf den Boden. Dein physisches Zentrum hält Deinen Körper nun im Gleichgewicht. Es befindet sich in der Höhe der Gürtelschnalle in der Mitte des Körpers.

Wir haben noch ein weiteres Zentrum, das sogenannte energetische Zentrum, das zunächst die Größe einer Grapefruit hat und beweglich ist. Nachdem Du den Text bis hierher gelesen hast, was meinst Du, in welchem Körperteil das energetische Zentrum bei den meisten Menschen tagsüber liegt? Richtig, im Kopf, weil wir unentwegt denken. Schau, wo Dein energetisches Zentrum gerade ist und dann benutze Deine Absicht, um es auf das physische Zentrum zu legen. Wenn physisches und energetisches Zentrum aufeinanderliegen, bist Du zentriert. Dann kann Dich nichts umhauen. Du bist präsent im Jetzt. Genau das ist der Modus, den Du brauchst, um die Lücke zwischen Dir und Deinem Verstand zu machen, um Deine Gedanken zu beobachten und achtsam den Müll rauszubringen bzw. gar keinen neuen Müll mehr zu produzieren.

Es gibt sicherlich noch weitere Aspekte, die dienlich sind, um den Punkt in Dir zu finden, an dem es still ist, an dem einfach alles in Ordnung ist, an dem Du komplett klar bist und der innere Lärm aufhört. Doch diesen 3 Schritten wirst Du auf dem Weg immer wieder begegnen.

Viel Freude beim Experimentieren!
Nicola

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Donnerstag, 9. August 2018

3 essentielle Schritte, um Deine Vision zu leben


Wie oft hast Du Dich in Deinem Leben schon gefragt „Wie soll ich das bloß machen?“ oder „Wie soll ich da hinkommen?“ oder „Wie kann ich das erreichen?“ Vermutlich sind Dir solche Wie-Fragen schon mehrmals im Leben in verschiedensten Situationen begegnet. Wenn solch eine Frage auftaucht, versuchen viele Menschen herauszufinden, was sie tun müssen, um das Ziel zu erreichen. Sie führen Gespräche, lesen Bücher und recherchieren im Internet, um das Wie in den Griff zu kriegen. Das kann manchmal eine ganze Weile dauern. Was jedoch vor allem häufig passiert ist, dass Du in dem Moment, wo Du meinst, das WIE ansatzweise in den Griff bekommen zu haben und bereit bist, loszugehen, sich die Umstände meist schon wieder verändert haben, und Du wieder von vorne beginnen musst zu planen und zu recherchieren. Kennst Du das?

Nun, dann lass uns einmal schauen, was die 3 essentiellen Schritte auf dem Weg sind, Deine Wünsche zu manifestieren bzw. Deine Vision zu leben.

1.    Schritt 1: Verpflichte Dich
Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht in Bezug darauf, das Wie in den Griff zu kriegen. Die schlechte Nachricht ist, dass Du das WIE nie vollständig von vornherein in den Griff bekommen kannst, weil Du nicht alle Umstände im Voraus kennen kannst. Wenn Du beispielsweise eine Reise in eine andere Stadt machst und Du Dich fragst „Wie soll ich da hin kommen?“, dann kannst Du zwar schauen, mit welchem Zug Du von A nach B kommst, doch ob der Zug pünktlich ist, oder tatsächlich bis zum Zielort fährt, bleibt letzten Endes offen. Ich saß kürzlich zum Beispiel genau in dem richtigen Zug, der mich an meinen Zielort bringen sollte. Nach 40 Minuten Fahrtzeit kam jedoch eine Durchsage, dass der Zug diesmal nicht bis an den Zielort fährt, obwohl er technisch in einwandfreiem Zustand war und es auch auf der Strecke selbst kein Problem gab. Stattdessen gab es einfach diese Entscheidung und alle Fahrgäste mussten in einem kleinen Nest aussteigen und eine Stunde auf einen weiteren Zug warten, um weiterreisen zu können.

Das Gleiche trifft auch auf größere Lebensthemen zu. Wenn Du beispielsweise versuchst herauszufinden, wie Du einen passenden Partner finden kannst, wie Du Deine Berufung leben kannst,  oder wie Du etwas anderes in Deinem Leben erreichen oder schaffen kannst, dann verschwende Deine Zeit nicht damit zu versuchen, mit Deinem Verstand das Wie in den Griff zu bekommen und es zu kontrollieren. Du kannst es nicht kontrollieren. Zu meinen, dass Du das Wie mit Deinem Verstand kontrollieren kannst, ist eine Illusion.

Die gute Nachricht ist, dass es auf die Frage „Wie?“ nur eine Antwort gibt.

Die Antwort auf die Frage „Wie?“ lautet „Ja!“

Es stellt sich also nicht so sehr die Frage nach dem Wie, sondern vielmehr die Frage nach Deiner Verpflichtung. Wenn Du ein Ziel oder eine Vision hast und Du aus einer überzeugten, inneren Entscheidung heraus sagen kannst „Ja, das werde ich angehen oder erreichen!“, so ist das der entscheidende Schritt. Die aufrichtige Verpflichtung kommt zu erst. Du verpflichtest Dich sozusagen, loszugehen, Dich auf den Weg zu machen, bevor Du weißt, wie es geht.

2.    Schritt 2: Vertraue dem Nichtwissen
Möglicherweise fragst Du Dich, wie Du Dich verpflichten kannst, wenn Du doch nicht weist, wie etwas geht. Es ist ein gängiger Glaubenssatz in der modernen Gesellschaft, dass wir uns erst etwas verpflichten können, wenn wir genau wissen, wie es geht. Doch wie oft hast Du Dinge nicht getan, oder bist einem Impuls oder einer Inspiration nicht gefolgt, weil Du nicht wusstest, wie es geht? Die Angst vor dem Nichtwissen ist wirklich groß. Schließlich lernen wir bereits in der Schule jahrelang, dass wir nur als guter Schüler gelten, wenn wir die Dinge wissen. Einen vermeintlich guten Job bekommt man ebenfalls nur, wenn man ausreichend Fachwissen hat. Wissen wird in unserer Gesellschaft großgeschrieben. Etwas nicht zu wissen kann daher sehr beängstigend sein, vor allem wenn Du die gängige Definition von Angst  in Dir hast. Die gängige Definition lautet, dass Angst blockierend, lähmend, unangenehm, unprofessionell und definitiv zu vermeiden ist. Somit ist es nicht verwunderlich, dass viele Menschen weiterhin probieren, die Dinge zuerst zu kontrollieren, bevor Sie sich auf den Weg machen, ein Ziel oder eine Vision zu realisieren.

Wenn Du hingegen eine Neuverkabelung in Deinem Kopf machst und Angst als neutrale Energie und Information siehst, die Dir dient, was kannst Du dann bewusst mit Angst machen? Nun, Du kannst in unbekanntes Gebiet gehen, Neues ausprobieren improvisieren, wachsam und präsent bleiben, und eben aus dem Nichts heraus Dinge kreieren. Das Tolle am Nichtwissen ist, dass Du flexibel bleibst, Du nicht an einen starren Weg gebunden bist oder aus einem Konzept heraus handeln musst und dadurch regelrechte Magie passieren kann. Nichtwissen hat jedoch nichts mit Gleichgültigkeit zu tun. Wenn Du gleichgültig wärst, würde die Verpflichtung für Dein Ziel oder Deine Vision wieder fehlen. 

Wenn Du Deine Angst bewusst nutzen kannst, um im Nichtwissen zu stehen, hast Du also die Möglichkeit vorwärts zu gehen, ohne zu wissen, wie es geht. Du machst einfach einen Schritt auf Deinem Weg. Du wirst schnell merken, ob der Schritt funktioniert oder nicht funktioniert. Funktioniert er, so heißt das für Dich einfach, dass Du den nächsten Schritt machst. Funktioniert der Schritt nicht (wiederholst Du beispielsweise ein Muster, steckst Du in alten Emotionen und Glaubenssätzen fest), so ist das einfach nur ein neutrales Feedback für Dich und eine Einladung, etwas zu verändern oder etwas anderes auszuprobieren. Entscheidend ist, dass Du einen Schritt, der nicht funktioniert hat, nicht zum Anlass nimmst, stehen zu bleiben oder zu sagen „Ich hab’s doch gewusst. War ja eh klar, dass es wieder nicht funktioniert!“ Es ist einfach nur neutrales Feedback. Verändere etwas und mache einen neuen Schritt.

3.    Schritt 3: Wechsle in einen neuen Seins-Modus
Ein dritter entscheidender Schritt ist, dass Du bereits in den neuen Seins-Modus wechselst, bevor Du da bist. Viele Menschen sagen „Ich glaube es erst, wenn ich es sehe / es sich in meinem Leben zeigt.“ Zieh jedoch einmal in Betracht, dass die Magie umgekehrt funktioniert: „Sobald Du es glaubst bzw. bist, zeigt es sich in Deinem Leben.“ Vielleicht klingt das jetzt ein wenig befremdlich. Doch probiere einmal folgende Übung, die aus dem sogenannten Reality Creation Coaching stammt.

Experiment: Sein oder nicht Sein, das ist hier die Frage
Setze Dich einmal für ca. 20-30 Minuten ruhig hin und stelle sicher, dass Du nicht gestört wirst bzw. durch Telefon oder andere Menschen abgelenkt wirst. Schließe die Augen und rufe Dir in Erinnerung, was Du gerne erreichen möchtest, Du jedoch nicht weißt, wie es gehen soll.

Der bisherige, Dir vertraute Seins-Modus ist möglicherweise, dass Du eben nicht weißt, wie es geht. Spüre einmal die Symptome, die mit dem „Ich weiß nicht wie“ einher gehen. Vielleicht ist Dein Körper etwas verspannt, oder Du fühlst Angst oder Traurigkeit. Vielleicht entzieht Dir der Gedanke „Ich weiß nicht, wie“ auch Energie und Du fühlst Dich antriebslos oder blockiert. Das ist der Zustand, den Du kennst. Verweile einen kurzen Moment dort, vielleicht eine halbe Minute oder Minute. Spüre genau, wie sich das anfühlt.

Dann wechsle in ein anderes Sein. Das bedeutet: stell Dir vor und FÜHLE, wie es ist, wenn Du das Ziel bereits erreicht hast. Es geht nicht darum, Dir vorzustellen, wie es wäre, wenn Du es erreichen würdest. Denn dann wärest Du nach wie vor in dem Modus des Mangels, also dass Du es noch nicht erreicht hast. Begib Dich in den Modus der Fülle und spüre genau, wie es ist, wenn Du ein Ziel oder einen Wunsch bereits manifestiert hast. Wie fühlt sich das an? Das Gefühl dazu ist entscheidend. Nimm bewusst Deine Gefühle, Gedanken, Dein Energie-Level und Dein körperlichen Empfindungen wahr. Es geht hier nicht um positives Denken. Dadurch, dass Du es fühlst, verändert sich Dein Energie-Feld. Du merkst möglicherweise, dass Deine Energie ansteigt, Deine Laune sich bessert, Du aufrechter sitzt. Bleibe jetzt für einen Moment in diesem neuen Seins-Modus.

Dann wechsle wieder in den alten Modus von „Ich weiß nicht wie“ und nimm wieder die Energie, die Gefühle, die Gedanken und die körperlichen Empfindungen von diesem Modus wahr. Dann wechsle erneut in den neuen Seins-Modus von „Ich bin es bereits. Es ist bereits in meinem Leben“ und spüre wie Deine Energie ansteigt. Wechsle für 20 bis 30 Minuten zwischen diesen beiden Modi hin und her. Wiederhole diese Übung am besten jeden Tag. Die ersten Ergebnisse werden sich bereits nach wenigen Tagen zeigen. Plötzlich ergeben sich interessante Zufälle, oder Du bekommst eine entscheidende Information, die Dir gefehlt hat, oder was auch immer. Sobald Du mehr und mehr in den neuen Seins-Modus wechselst, lenkst Du Deine Aufmerk-samkeit in eine neue Richtung und ziehst dadurch neue Möglichkeiten in Dein Leben. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit.

Für den Verstand, der doch so gerne rationale Argumente und Logik liebt, ist das nur schwer nachvollziehbar. Fakt ist, sobald Du Dich verpflichtet hast, bereit bist, im Nichtwissen zu stehen, und in den neuen Seins-Modus wechselst, kann auch das Universum in Aktion treten. Zieh einmal in Betracht, dass das Universum noch ganz andere Möglichkeiten und Wege kennt, als jene, die unser begrenzter, menschlicher Verstand greifen oder sich ausdenken kann. Vertraue also dem Nichtwissen. Ich lade Dich herzlich ein, dieses Experiment auszuprobieren. Lass Dich überraschen, welche plötzlichen Möglichkeiten sich auf Deinem Weg auftun und Dich Deinem Wunsch, Ziel oder Deiner Vision immer näher bringen. Bleib offen für die Magie des Lebens.

Herzlich magische Grüße, 
Nicola


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Montag, 16. Juli 2018

Auf dem Weg zu außergewöhnlicher Beziehung: Welche Art von Intimität lebst Du?


Hast Du Dich schon einmal gefragt, welche Art von Intimität Du lebst? Viele Menschen verbinden mit Intimität meistens Sex. Doch es gibt noch ganz andere Formen von Intimität, die für eine Beziehung wichtig sind. Insbesondere, wenn Du nicht nur eine gewöhnliche Beziehung, sondern vielmehr eine außergewöhnliche Beziehung erschaffen möchtest, ist es entscheidend, dass Du ein Bewusstsein dafür entwickelst, wie Du Intimität auf verschiedenen Ebenen erschaffen kannst. Nährende Intimität ist ein entscheidender Schlüssel für die Langlebigkeit und den Grad der Erfüllung in einer Beziehung.

Möglicherweise hast Du es bereits selbst erlebt, oder kennst Paare in Deinem Umfeld, bei denen der Grad an Intimität in der Beziehung in der Hektik des Alltags mit der Zeit schnell abgenommen hat. Plötzlich gibt es viele logistische Dinge zu besprechen, die den Raum für Intimität mehr und mehr schmälern (insbesondere, wenn Ihr Euch erst am Abend nach dem Job seht und Kinder womöglich auch noch Eure Aufmerksamkeit fordern). Sich in logistischen Dingen zu verlieren ist ein sehr gängiges, unbewusstes Vorgehen, Intimität zu vermeiden. Wenn Du nicht achtsam bist und bewusst Räume für Intimität kreierst, kann es passieren, dass Du Dich nach einiger Zeit zwar immer noch prima mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin verstehst, Ihr jedoch mehr eine Wohngemeinschaft denn eine erfüllende Liebesbeziehung habt.

Es gibt sehr viele Möglichkeiten bzw. unbewusste Verhaltensweisen, um Intimität in einer Beziehung zu vermeiden:

  • Du arbeitest oft so lange, dass Du müde und erschlagen nach Hause kommst und eigentlich nur noch schlafen möchtest
  • Es gibt zuhause ständig etwas zu tun und Du erzählst Dir die Geschichte, dass Du Dich erst Intimität widmen kannst, wenn all das erledigt ist.
  • Du verlierst Dich – wie oben erwähnt – in der Klärung logistischer Dinge
  • Du hältst die Intensität von Intimität nicht aus und hast jederzeit einen flotten Spruch parat, um intime Momente zu zerstören oder gar nicht erst aufkommen zu lassen.
  • Du hast möglicherweise ein Konzept von Intimität – d. h. wie Intimität zu sein oder zu passieren hat – und verpasst deswegen die anderen zahlreichen Türen zu Intimität, die sich auftun.
  • Du teilst Dich nur oberflächlich mit.
  • usw.

Schreibe einmal bewusst auf, wie Du Intimität vermeidest bzw. zerstörst. Allein das Bewusstmachen wird Dir helfen, ab sofort ein Augenmerk darauf zu haben und Dich selbst zu beobachten, wann Du im Alltag in Deiner Beziehung Intimität und Nähe zerstörst (das kann übrigens auch gleichermaßen die Beziehung zu Freunden oder Familie sein).

Vielleicht hast Du schon einmal den Satz gehört „Beziehungen sterben nicht aus Mangel an Liebe, sondern aus Mangel an Intimität.“ Lass uns also einmal schauen, welche Arten von Intimität es gibt und wie Du bewusst Räume dafür erschaffen kannst.

Zieh einmal in Betracht, dass es nicht nur die physische Art von Intimität gibt, die die meisten kennen. Küssen, zärtlich sein, Sex, all das ist nur ein Bruchteil einer Art von Intimität. Neben dem physischen Körper haben wir noch weitere Körper, die uns ausmachen und die ebenfalls durch eine ganz andere Art von Intimität genährt werden.

Vier-Körper-Intimität
Zum einen haben wir den physischen Körper, der aus Knochen, Muskeln und Organen besteht, die Empfindungen haben. Der intellektuelle Körper ist den meisten Menschen auch noch ein Begriff. Dabei geht es um den Verstand mit seinen Gedanken. Diese beiden Körper sind sehr präsent. Den physischen Körper nähren wir meist mit gutem Essen, frischer Luft und ein wenig Sport, während der intellektuelle Körper seine Nahrung durch Gespräche, Lesematerial, Theaterbesuche o. ä. erhält. Der emotionale und energetische Körper finden hingegen in der modernen Gesellschaft kaum Beachtung, somit haben die wenigsten Kenntnis darüber, dass auch diese beiden Körper durch eine ganz eigene Art von Intimität in einer Beziehung genährt werden. Bei dem emotionalen Körper geht es um das emotionale Herz mit seinen Gefühlen. Der energetische Körper bezeichnet unser Sein, das Präsenz, Absicht und Vision hat. Natürlich kannst Du jeden dieser Körper auch für Dich alleine nähren. Wenn Du jedoch mit einer anderen Person in Beziehung bist, bekommen diese vier Körper noch einmal eine ganz andere Bedeutung. 



Die spannende Frage ist, wie Intimität sich in diesen vier Körpern ausdrückt. Hier einige Beispiele: 

1.    PHYSISCHE INTIMITÄT:
Physische Intimität mit Deinem Partner oder Deiner Partnerin drückt sich aus durch Sex, gemeinsam Singen, Essen, Geschirr abspülen, Hand in Hand spazieren gehen, Sauna, Sport (wie z. B.: Radfahren, Tennis, Skifahren, Schwimmen, etc.), Tanzen, gegenseitige Massagen, kuschelnd auf dem Sofa liegen, die Haare des anderen kämmen, die Zähne des anderen putzen, gemeinsam reisen, gemeinsam ein Bad nehmen, gemeinsam mit den Kindern spielen, gemeinsam gärtnern, das Haus/die Wohnung umgestalten, usw.

2.    INTELLEKTUELLE INTIMITÄT:
Intellektuelle Intimität äußert sich im miteinander reden, diskutieren, philosophieren, Gedichte schreiben, gemeinsam etwas entwerfen,  etwas gemeinsam lernen (z. B. eine Sprache), gemeinsam ein Projekt durchführen, der gemeinsame Besuch von Oper, Theater, Konzerten, Kino, gemeinsam Artikel oder Bücher laut lesen, Geschichten erzählen, Humor, Erinnerungen teilen, gemeinsam Pläne schmieden, etc.

3.    EMOTIONALE INTIMITÄT:
Emotionale Intimität geschieht durch das Erleben und Ausdrücken von Gefühlen mit 100% Vertrauen (z. B. indem Du sagst “Ich fühle mich wütend, ängstlich, traurig, froh, weil…”),  Verletzlichkeit, Offenheit, Akzeptanz, tiefes Zuhören ohne Diskussion, Wunden und Verletzungen offenlegen, authentisch miteinander in Kontakt sein, Wärme, Mitgefühl, Großzügigkeit, Schwächen, Leidenschaften teilen, etc.

4.    ENERGETISCHE INTIMITÄT:  
Energetische Intimität zeigt sich, indem Du präsent bist, Ihr miteinander seid, Ihr gemeinsame Rituale macht oder gar gemeinsam meditiert, Ihr Euch gegenseitig wertschätzt, Ihr Euch gemeinsam in der Geschwindigkeit der Liebe bewegt, Respekt, Gemeinschaft, Wachstum, Entwicklung in Eurer Beziehung präsent sind, etc. 

Diese vier Arten von Intimität passieren nicht unbedingt getrennt voneinander, sondern sind sehr häufig miteinander verbunden. Beispielsweise kann es sein, dass Ihr Hand in Hand spazieren geht und dabei Pläne schmiedet oder Eure Gefühle verletzlich mitteilt.

Damit eine Beziehung langfristig erfüllend und nährend sein kann, ist es wichtig, dass Du darauf achtest, alle vier Arten von Intimität zu leben. 

Deine Absicht und Achtsamkeit sind entscheidend
Doch Intimität ist nicht gleich Intimität. Deine Absicht und Deine Achtsamkeit entscheiden darüber, ob Du diese vier Arten von Intimität dazu nutzt, um gewöhnliche oder außergewöhnliche Beziehung zu gestalten. 

Wenn Du beispielsweise mit Deinem Partner Tennis spielst (physische Intimität) und es bei dem Spiel dann um einen erbitterten Kampf geht, wer das Match gewinnt, dann zerstörst Du Nähe und Vertrautheit, weil es darum geht, wer der Bessere ist. Es ist kein Miteinander mehr. Gleiches passiert, wenn Du mit Deinem Partner nur Sex hast, in der Hoffnung, im Gegenzug ein wenig Liebe zu bekommen. Dann fördert das nicht die Beziehung, weil Du aus einer Bedürftigkeit heraus handelst. Habt Ihr hingegen beide die Absicht, miteinander zu sein, zu experimentieren und zur forschen, dann öffnet sich ein Tor zu nährender, erfüllender physischer Intimität. 

Wenn Du mit Deinem Partner ständig diskutierst, streitest oder Du eine Position einnimmst, dann zerstörst Du Nähe und kreierst Distanz. Ist es hingegen ein gemeinsamer Austausch von Informationen oder ein gemeinsames Planen (z. B. einer Reise), wo sich jeder einbringen kann, so entsteht intellektuelle Intimität. 

Herausfordernd ist auch die emotionale Intimität. Wenn Du aus unverantwortlichen Gefühlen bzw. Emotionen heraus agierst und Dich mit Deinem Partner in einem Drama von z. B. unverantwortlicher (Opfer-) Traurigkeit oder angreifender (Täter-)Wut wiederfindest, dann hat das nichts mit emotionaler Intimität zu tun. Dann bist Du im sogenannten niederen Drama, in dem Beschuldigungen, Jammern oder Rechthaberei und Rechtfertigungen ausgetauscht werden und Nähe zerstört wird, weil Ihr Euch gegenseitig emotional triggert. 

Es ist übrigens nicht förderlich, wenn Du wiederholt bestimmte Dinge physischer, intellektueller, emotionaler oder energetischer Intimität nur mitmachst oder erschaffst, weil Dein Partner diese toll findet, denn dann verhältst Du Dich angepasst (wenn Du z. B. regelmäßig mit ihm/ihr Filme schaust, oder wandern gehst, obwohl Du diese Aktivitäten gar nicht magst, dann geht der Schuss über kurz oder lang nach hinten los). Gleiches gilt, wenn Du Deine eigenen Bedürfnisse ignorierst oder Hobbies aufgibst und nur noch Zeit mit Deinem Partner verbringst, in der irrtümlichen Annahme, Du müsstest in jeder freien Sekunde irgendeine Art von Intimität mit ihm/ihr erschaffen. Auch damit verhältst Du Dich angepasst und erzeugst gewöhnliche Beziehung. Dann bist Du nicht mehr authentisch.

Außergewöhnliche Beziehung verfolgt eine andere Absicht als gewöhnliche Beziehung. Die Absicht außergewöhnlicher Beziehung ist zu lieben, miteinander zu sein, eine Partnerschaft zu erschaffen, authentisch zu kommunizieren, gemeinsam zu lernen und zu wachsen, Vertrautheit zu erforschen, die Gesellschaft des anderen zu genießen und wertzuschätzen, ohne ihn/sie zu manipulieren oder verbiegen zu wollen. Es geht darum, das jeder für sich stehen kann, seine eigenen Interessen nicht aufgibt und gleichzeitig das Wir im Blick hat. Damit eine Beziehung mit dieser Absicht langfristig erfüllend und nährend sein kann, ist es wichtig, dass Du darauf achtest, alle vier Arten von Intimität bewusst und verantwortlich zu integrieren. 

Zum Abschluss noch ein Tipp zum eingangs erwähnten Thema „Alltagslogistik“, die oftmals sehr viel Platz einnimmt und von Intimität und Nähe ablenkt. Bei der Alltagslogistik geht es um den Austausch von Informationen, die den intellektuellen Körper fordern. Es ist jedoch ein Unterschied, ob Du mit Deinem Partner ständig logistische Themen zu klären hast oder Ihr intellektuelle Intimität teilt. Eine Möglichkeit ist, dass Ihr, wenn Ihr beispielsweise am Abend nach Hause kommt, Euch z. B. 15 Minuten Zeit nehmt, um die notwendige Alltagslogistik zu klären (wer braucht wann das Auto, wer holt die Kinder ab, wer geht einkaufen, wer ruft wann den benötigten Handwerker an, etc.). Danach ist das Thema Logistik abgeschlossen und Ihr könnt bewusst einen Raum für Intimität öffnen und zum Beispiel dazu übergehen, bei Musik tanzend gemeinsam ein leckeres Essen zu kochen (physische Intimität). Viele Paare meinen, sie seien doch miteinander in Kontakt, wenn sie Alltagslogistik klären. Doch wenn Du einmal hin spürst, ist es von der verbindenden Qualität her ein großer Unterschied, ob Du logistische Punkte klärst, oder mitteilst, was Deine Pläne sind, oder Dich den Tag über bewegt hat. 

Bist Du bereit mit dem Experiment in Vier-Körper-Intimität zu beginnen?

Herzliche Grüße, 
Nicola Nagel


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