Freitag, 15. Februar 2019

Bist Du bereit für mehr Lebendigkeit in Deinem Leben?


Derzeit scheinen viele Menschen auf der Suche nach mehr Lebendigkeit und Leichtigkeit zu sein. Das kann ganz unterschiedliche Lebensbereiche betreffen. Die einen wünschen sich mehr Lebendigkeit in ihrer Beziehung, die anderen mehr Lebendigkeit im Job und wieder andere suchen grundsätzlich mehr Lebendigkeit und Leichtigkeit in ihrem Leben. Doch was heißt denn eigentlich mehr Lebendigkeit?

Bei Lebendigkeit geht es zunächst einmal darum zu spüren, dass Du lebst. Oftmals scheint sich jedoch eine Art Routine im Alltag einzuschleichen, die dafür sorgt, dass das Leben monoton wird, vorhersehbar, langweilig, gewöhnlich und manchmal sogar schmerzhaft. Schmerzhaft wird es, wenn Dir bewusst wird, dass Du so, wie Du derzeit lebst, eigentlich nicht leben möchtest. Neulich antwortete ein Mann auf die Frage, wie denn seine Beziehung läuft: „Normal“ und ergänzte, dass er damit eigentlich nicht glücklich sei. Das Wort normal ist fast schon zum Synonym für langweilig bzw. unlebendig geworden.

Einige Menschen denken, Lebendigkeit würde damit zusammenhängen, immer verrücktere Dinge und Sportarten zu unternehmen. Sie spüren erst Lebendigkeit, wenn sie einen gewissen Adrenalin-Kick bekommen. Andere meinen, Lebendigkeit hinge damit zusammen, besonders viel zu tun, viel zu arbeiten, viele Termine zu haben, viele Freunde zu treffen und jeden Tag so voll wie möglich zu packen. Dennoch stellen die meisten nach einer gewissen Zeit fest, dass all das vielleicht für einen kurzen Moment wirkt, letztendlich jedoch nicht dauerhaft zu mehr Lebendigkeit führt. Im Gegenteil, meist führt es dazu, dass sie immer mehr zweifeln, ruhelos werden, oder sogar depressiv oder anderweitig krank.

Einige Menschen verwechseln auch das sogenannte Niedere Drama mit Lebendigkeit. Das niedere Drama basiert auf einer Täter-Opfer-Retter Dynamik. Wenn Du beispielsweise mit Deinem Partner streitest fühlt sich das im ersten Moment vielleicht lebendig an. Du spürst in dem Moment Wut, Traurigkeit, Angst oder auch Freude. Doch ziehe einmal in Betracht, dass das die unverantwortliche Form von Gefühlen ist. Meist ist es so, dass Du nach solchen Drama-Situationen eher weniger Energie hast und ein fader Geschmack zurück bleibt. Mache Dir deswegen bewusst: Niederes Drama ist niederes Drama. Niederes Drama ist nicht das Leben und hat nichts mit Lebendigkeit zu tun. Das einzige, was im niederen Drama passiert, ist, dass Du älter wirst und graue Haare bekommst.

Wie bringst Du also mehr Lebendigkeit in Dein Leben? Um diese Frage zu beantworten, ist es notwendig, dass Du für Dich zunächst eine andere, möglicherweise gefährliche Frage beantwortest:

Welche Ausreden hast Du, um nicht lebendig zu sein?

Vielleicht sagst Du „Ich habe keine Ausreden, ich wünsche mir einfach mehr Lebendigkeit“. Die Sache ist jedoch die: Wenn Du Dir mehr Lebendigkeit im Leben wünschst, benutzt Du unbewusst Ausreden, die Dich bisher daran gehindert haben, nicht lebendig zu sein. Diese Ausreden können dabei ganz unterschiedlicher Natur sein. Hier sind einige Beispiele:
·         Mein Job ist so stressig und lässt es nicht zu
·         In meiner derzeitigen Beziehung ist das nicht möglich.
·         Mein Partner/mein Umfeld müsste sich ändern, damit ich meine Lebendigkeit leben kann.
·         Wenn ich mein Ziel xy erreicht habe, dann kann ich endlich lebendig sein.
·         Ich habe so viele Verpflichtungen.
·         Ich weiß nicht, wie ich mehr Lebendigkeit in mein Leben bringen soll.
·         Ich würde ja gerne, aber so einfach ist das alles nicht. Ich stecke fest.
·         Wenn ich eine andere Kindheit gehabt hätte, wäre ich wahrscheinlich auch lebendiger.
·         Etc.

Dein Ausreden-Experiment:
Es gibt zahlreiche Ausreden, warum Du bisher nicht mehr Lebendigkeit in Deinem Leben vorfindest. Nimm Dir jetzt einmal kurz Zeit, radikal ehrlich Deine individuellen Ausreden aufzuschreiben. Lass Deinen Körper schreiben, bevor Du denkst, während Du Dir immer wieder folgende Frage stellst: Was hindert Dich daran, lebendig zu sein? Schreibe alle nur erdenklichen kleinen und großen Gründe und Ausreden auf.

Wenn Du Ausreden hast, die Dich an Deiner Lebendigkeit hindern, fokussierst Du Dich auch unbewusst darauf, immer wieder Beweise zu finden, die diese Ausreden untermauern. Und egal welche Ausrede Du hast, Du wirst diese Beweise finden. Ausreden sind nichts anderes als Geschichten, in denen wir leben und von denen wir meinen, sie seien wahr.

Was ist Dein Nutzen davon, nicht lebendig zu sein?
Wenn Du Ausreden vorbringst, um nicht lebendig zu sein, bist Du in einer Opfer-Rolle. Dann wartest Du darauf, dass sich beispielsweise die anderen ändern, damit es Dir irgendwann besser geht. Wenn Du Ausreden vorbringst, dann gibst Du Deine Kraft an die Ausrede ab, an den Grund. Dann machst Du Dich klein und bleibst hinter Deiner eigenen Lebendigkeit zurück.

Die spannende Frage ist, was bisher Dein Nutzen war, nicht lebendig zu sein. Du wirst vielleicht sagen: „Wie, der Nutzen? Ich will ja mehr Lebendigkeit. Da habe ich doch keinen Nutzen.“ Doch ziehe einmal folgendes in Betracht: Der große Nutzen davon, nicht lebendiger zu werden, ist der, dass Du die Dinge so belassen kannst, wie sie sind. Alles kann beim Alten bleiben und Du musst Dich nicht verändern. Das ist unglaublich bequem. Das kennst Du und weist, wie Du damit einigermaßen zurechtkommst. Vielleicht bekommst Du auch Aufmerksamkeit von anderen, wenn Du jammern kannst, dass Du so gerne mehr Lebendigkeit leben würdest, aber es einfach nicht möglich ist. Und verstehe das bitte nicht falsch. Es ist nicht gut und nicht schlecht, Ausreden zu haben und im Bekannten zu verweilen. Es produziert einfach nur gewisse Resultate.

Hinter den ganzen Ausreden, die Du nutzt, um nicht mehr Lebendigkeit in Dein Leben zu bringen, steckt meist ein Gefühl: Angst. Die Angst vor Veränderung, die Angst, nicht zu wissen, was passiert und wie andere Menschen in Deinem Umfeld reagieren, wenn Du Deine Lebendigkeit entfaltest. Was ist die Angst hinter dieser Angst? Nun, möglicherweise ist es letztendlich die Angst, nicht mehr akzeptiert zu werden, nicht mehr dazu zu gehören. Diese Angst basiert häufig auf einer alten Sichtweise in Bezug auf Lebendigkeit. Lass uns einmal schauen, wie die alte Sichtweise und eine entsprechend neue Sichtweise aussehen.

LEBENDIGKEIT – ALTE SICHTWEISE
LEBENDIGKEIT – NEUE SICHTWEISE
Naiv
Kraftvoll
Albern
Humorvoll
Zu viel für andere
Ist Dein Antriebsmotor
Nicht zumutbar
Leicht
Nicht gesellschaftskonform
Menschlich
Unprofessionell
Kreativ
Fällt aus dem Rahmen
Sorgt für das gewisse Etwas
Zu wild
Voller Lebensfreude
Nur Kinder dürfen (ein wenig) lebendig sein
Freiheit
Der/Die spinnt bzw. ist verrückt
Ist authentisch
Macht andere neidisch
Inspiriert
Gehört sich nicht
Eröffnet ungeahnte Möglichkeiten

Was ist Deine Sichtweise auf Lebendigkeit?
Prüfe einmal für Dich, was Deine Sichtweise auf Lebendigkeit ist. Was hast Du über Lebendigkeit gelernt? Was hast Du oft gehört oder was wurde Dir früher eingetrichtert?

Kinder, die sehr lebendig sind, werden beispielsweise auf das Medikament Ritalin gesetzt, um sie normal zu machen. Lebendig zu sein, schein nicht okay zu sein. Ist Dir einmal aufgefallen, wie viele Menschen in Situationen, in denen sie spontan den Impuls haben, herzlich loszulachen, sofort die Hand vor den Mund nehmen und maximal noch ein verhaltenes Glucksen rauskommt? Wir sind in der modernen Gesellschaft wirklich sehr gut darin trainiert, Lebendigkeit zu unterdrücken.

Damit eng verbunden sind die Gefühle, die wir ebenfalls meisterhaft unterdrücken. Wir haben eine Taubheitsschwelle eingerichtet, um nicht fühlen zu müssen, was die fehlende Lebendigkeit eigentlich mit uns macht. Wenn Du die unlebendigen Aspekte in Deinem Leben anschaust und tatsächlich im Körper fühlen würdest, was das mit Dir macht, dann müsstest Du möglicherweise Konsequenzen ziehen, Entscheidungen treffen, Dinge in Deinem Leben verändern oder loslassen. Das könnte schmerzhaft sein. Und um genau diesen Schmerz nicht zu fühlen, sind wir immer wieder Meister darin, unsere Taubheitsschwelle weit oben zu halten.

Um nicht zu fühlen, kannst Du beispielsweise:
  • Alkohol trinken
  • Rauchen
  • Sonstige Drogen nehmen
  • Übermäßig arbeiten
  • Übermäßig Sport machen
  • Ständig erschöpft sein
  • Krank werden
  • Shoppen gehen
  • Ständige Hintergrundgeräusche haben (z. B. Radio)
  • Fernsehen schauen
  • Ständig mit dem Smartphone rumspielen
  • Social Media
  • Im Internet surfen
  • Computerspiele spielen
  • Süßigkeiten und sonstiges ungesundes Essen zu Dir nehmen
  • Etc.

Um mehr Lebendigkeit in Dein Leben zu bringen, ist es notwendig, dass Du beginnst, bewusst zu fühlen und die Gefühle bewusst als zielsicheres, inneres Navigationssystem zu nutzen. Du kannst nicht umsonst Wut, Freude, Traurigkeit und Angst fühlen. Das ist kein Designfehler vom Universum. Deine Gefühle, führen Dich zur Lebendigkeit. Im Gegensatz zum niederen Drama geht es also hier um die bewusste und verantwortliche Form der Gefühle. In Bezug auf die Angst würde das bedeuten, dass Du sie – wenn Du sie fühlst – als Hinweis nimmst, um beispielsweise etwas Neues auszuprobieren, wachsam, aufmerksam und präsent zu sein, kreativ und innovativ zu sein, zu planen, Dich in unbekanntes Gebiet vorzuwagen und mutig zu sein, anstatt Dich von der Angst blockieren zu lassen und sie als Schwäche oder als „schlechten Berater“ anzusehen.

Mehr Lebendigkeit in Dein Leben zu bringen ist so, als würdest Du von einem Planeten zu einem Stern werden. Planeten sind eher unlebendig. Sie absorbieren Energie und auf das Leben übertragen bedeutet es, dass Du folgst, kopierst, imitierst, unlebendig bist, konsumierst, alles beim alten belässt, gehorchst und Dich angepasst verhältst.

Wenn Du beginnst, bewusst zu fühlen, um an Deine Lebendigkeit wieder voll anzudocken, wirst Du zu einem Stern. Sterne haben die Eigenschaft, dass sie mehr Energie nach außen abgeben und strahlen. Für Dein Leben als Stern bedeutet das, dass Du Neues kreierst, strahlst, inspiriert und lebendig bist, den nächsten Schritt machst, kreativ bist und voran gehst.

Wenn Du bewusst beginnst, zu fühlen und dadurch wieder an Deine Lebendigkeit andockst, dann
·         bittest Du um das, was Du brauchst,
·         setzt Du Grenzen,
·         duldest gewisse Dinge nicht mehr,
·         mistest Du Dein Leben aus (siehe hierzu auch den Artikel „Mit wie viel Gepäck reist Du durchs Leben“ von Januar 2019),
·         nimmst Du Dein Leben und Deine Lebendigkeit in die Hand,
·         wirst Du zur Quelle von Lebendigkeit,
·         kommst Du wieder in Deine Kraft,
·         stehst für Dich und Deine Lebendigkeit ein,
·         und vieles mehr.

Dein Lebendigkeits-Experiment
Zum Abschluss lade ich Dich noch zu folgendem Lebendigkeits-Experiment ein. Schreibe einmal auf, was Dich lebendig sein lässt: Was inspiriert Dich? Was erfüllt Dich mit Freude? Wonach sehnst Du Dich? Wann oder wobei fühlst Du Dich lebendig?
Dann beginne mindestens 2 Mal die Woche etwas zu tun, das Dich lebendig sein lässt.

Die Sache ist die: All das, was Du aufgeschrieben hast, ist bereits als lebendige Möglichkeit im Universum vorhanden.

Manchmal testet das Universum Dich, ob Du wirklich bereit bist, lebendig zu sein. Dann ergeben sich beispielsweise Möglichkeiten  oder Situationen für mehr Lebendigkeit und das Universum schaut, ob Du durch die Tür gehst oder Dich von der alten Sichtweise auf Angst (blockierend, schwach) zurück halten lässt und Deinen Ausreden und Geschichten weiter Glauben schenkst.

Mehr Lebendigkeit in Dein Leben zu bringen, kann niemand für Dich tun, außer Du selbst. Bist Du bereit, mit den Ausreden aufzuhören und Deine Lebendigkeit in die Hand zu nehmen?

Herzlich lebendige Grüße,
Nicola

GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!

 
    www.viva-essenza.com  

 
P. S. Filmtipp zum Thema: „Surrogates – Mein zweites Ich“ mit Bruce Willis



GIB DEINEM LEBEN EINE NEUE RICHTUNG!
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Dienstag, 15. Januar 2019

Tanzt Du im Feuer das Wunder des Lebens?


Kürzlich viel mir ein Zettel mit einer indianischen Weisheit wieder in die Hände, die folgendes sagt:
Tanze im Feuer das Wunder des Lebens!
Fließe mit dem Wasser in die Tiefe der Träume!
Atme im Wind die Weite des Himmels!
Wachse in die Erde zum Quell Deiner Kräfte!

Eine sehr kraftvolle Weisheit, die jedoch in der modernen, schnelllebigen Gesellschafte nur wenige Menschen wirklich konsequent zu beherzigen scheinen. Für solche Weisheiten ist in der Regel keine Zeit. Einige lesen sie vielleicht interessiert, verstehen die Weisheit mit dem Verstand, um sie anschließend direkt in die gedanklichen Schublade „verstanden“ zu stecken, wo sie wieder in Vergessenheit gerät, ohne wirklich Beachtung gefunden zu haben.

Doch wie wäre es, wenn Du diese indianische Weisheit für dieses frische Neue Jahr zu Deinem Motto machst und tatsächlich lebst? Um das tun zu können, ist zuvor die Beantwortung zwei ganz anderer Fragen hilfreich:

·         Wieso rennst Du manchmal (oder öfter) durchs Leben und bist gehetzt oder gestresst?
·         Wann hörst Du auf zu überleben und beginnst zu leben?

Die Krux an der Sache ist, dass der Stress und die Alltagshektik selbstgemacht sind. Kennst Du das: Du meinst, Du müsstest dieses und jenes noch unbedingt schnell erledigen, besorgen oder lösen, bevor Du Dich wirklich entspannen kannst? Warum tust Du das?

Das ständige Tun scheint bei den meisten Menschen wie ein Virus zu sein. Und glaube mir, ich kenne diesen Virus sehr gut. Ich hatte jahrelang wirklich Mühe, tagsüber einfach einmal eine Pause zu machen. Es ist ein Virus einer patriarchischen Gesellschaft, die auf Leistung gedrillt ist. Viele von uns haben das Virus, ständig etwas leisten zu müssen, unbewusst tief in den Zellen sitzen. Wenn Du beispielsweise einfach gemütlich im Park sitzt und die Bäume anschaust, dann leistest Du nichts. Womöglich wirst Du sogar noch gefragt, ob Du nichts zu tun hast oder schon wieder Urlaub hast. Ein fataler Glaubenssatz, der damit einhergeht ist, dass Du nur Anerkennung bekommst, wenn Du etwas leistest und Geld verdienst. „Von nichts kommt nichts!“, heißt ein Sprichwort. Wenn Du gestresst bist, musst Du demnach wirklich viel leisten und scheinbar wichtig sein (z. B. für Deine Firma). Ergo bekommst entsprechend Bewunderung von anderen. Und nur wenn Du krank wirst, hast Du das Recht, eine Pause zu machen. Das sind nur einige wenige der unausgesprochenen Virus-Aspekte und Glaubenssätze. Der Fokus liegt auf dem Tun und Haben. Es geht um materielles und monetäres Wachstum. Wir versuchen das Tun und das Haben zu vermehren und wachsen zu lassen, anstatt unser Sein wachsen zu lassen.

Merkst Du, welche Kluft zwischen der indianischen Weisheit und den Glaubenssätzen der modernen Gesellschaft klafft? Diese beiden scheinen sich nicht wirklich vereinen zu lassen.

Und doch ist es möglich! Es ist möglich, dass Du im Feuer das Wunder des Lebens tanzt und in die Erde zum Quell Deiner Kräfte wächst, sobald Du Dir Deine Kraft zurück holst und aufhörst, Dich im Außen zu verlieren.

Sich im Außen zu verlieren bedeutet, dass Du Deine Kraft und Autorität abgibst und nicht mehr geerdet und bei Dir bist. Du kannst Deine Kraft an Dinge, Personen, Situationen, Projekte, die Zeit, Geld, Glaubenssätze oder auch vermeintliche gesellschaftliche Regeln und Normen abgeben. Es ist daher sinnvoll, einmal für Dich zu überprüfen, wie oft pro Tag Du Deine Kraft nach außen abgibst und nicht mehr zentriert bei Dir bist. Frage Dich zum Beispiel einmal folgendes:

  • Wie oft machst Du es Deinem Partner, Deinem Chef, Deinen Kollegen, etc. recht?
  • Wie oft meinst Du, noch mehr tun bzw. leisten zu müssen?
  • Wie viele Aufgaben hast Du aus inauthentischem Pflichtbewusstsein übernommen, die Dich aber stressen anstatt inspirieren.
  • Inspiriert und erfüllt Dich Dein Job? Oder beginnt das Leben erst nach Feierabend?
  • Wie lang ist Deine To-Do Liste? Wie viele Punkte hat sie (wenn Du alles aufschreiben würdest, was Du meinst erledigen zu müssen, auch wenn es täglich wiederkehrende Aufgaben wie putzen, bügeln, die Kinder zur Schule fahren, etc. sind).
  • Wie häufig am Tag denkst Du „Ich möchte nur noch eben schnell das und jenes fertig machen, bevor ich mich in Ruhe hinsetze und einen Kaffee trinke?“
  • Machst Du Dir Sorgen, ob Du genug Geld hast bzw. wie Du mehr Geld verdienen kannst?
  • Wie oft im Monat nimmst Du Dir Zeit, um wirklich nichts zu tun?
  • Wie oft bist Du gedanklich im Morgen oder im Gestern und denkst über Eventualitäten der Zukunft nach oder darüber, was war?
  • Wie oft am Tag nimmst Du Dir Zeit, im Hier und Jetzt anzukommen und zu fühlen, was gerade in Dir los ist; was Du fühlst?

Selbst, wenn Du eine Arbeit oder ein Projekt hast, das Dich wirklich inspiriert, kann es sein, dass Du Deine Kraft abgibst. Das passiert beispielsweise dann, wenn Du vor lauter Inspiration den Moment verpasst, in dem es angesagt wäre, eine Pause zu machen. Dann gibst Du Deine Kraft an das Projekt ab. Wenn Inspiration durch Dich hindurch fließt, fließt sie. Inspiration kennt keine Zeit und keine Pausen. Deswegen ist es in dem Fall notwendig, dass Du die Pausen bewusst festlegst und nicht vor lauter Inspiration ausbrennst.

Es kann so schnell passieren, dass Du in dem „Viel zu tun“-Ding landest. Unabhängig davon, in welcher Form bzw. an wen oder was Du Deine Kraft nach außen abgibst, ist es notwendig, dass Du regelmäßig inne hältst, um bei Dir anzukommen und die indianische Weisheit mehr in Dein Leben zu integrieren. Werfe alles an Gepäck ab, was Du nicht brauchst; alles, was Dir nicht entspricht (siehe hierzu auch den Artikel von Dezember 2018 „Mit wie viel Gepäck reist Du durchs Leben“). Werde authentisch, präsent und komme im Hier und Jetzt an. Dazu sind zwei Schritte unabdingbar.

 
Schritt 1: Zentriere Dich
Der erste Schritt besteht darin, dass Du lernst, Dich wirklich zu zentrieren. Du zentrierst Dich, indem Du Deine Aufmerksamkeit nutzt und schaust, wo Dein sogenanntes, energetisches, bewegliches Seins-Zentrum ist (es hat in der Regel zunächst die Größe einer Grapefruit und wir legen es häufig in den Kopf und denken die ganze Zeit). Anschließend benutzt Du Deine Absicht, um es auf das physische Zentrum zu legen. Das physische Zentrum ist in Höhe der Gürtelschnalle, in der Körpermitte und hält unsere Balance. Wenn diese beiden Zentren aufeinander liegen, bist Du zentriert. Schau Dir beispielsweise die Grundhaltung einer Kampfsportart wie Aikido, Jiu-Jitsu oder ähnlich auf YouTube an. Wenn Du zentriert bist, kann Dich nichts umhauen. Du kannst das Zentrieren möglicherweise verstärken, wenn Du deklarierst, dass Wurzeln aus Deinen Füßen in die Erde wachsen. Im zentrierten Zustand zählt nur das Hier und Jetzt. Dein Verstand wird jetzt vielleicht nicht wissen, wie das geht. Die Einladung ist: probiere es trotzdem!

Schritt 2: Werde Dir über Deinen persönlichen Raum bewusst
Das ist etwas, das wir definitiv nicht in der Schule lernen und somit hört sich das Folgende jetzt möglicherweise etwas merkwürdig an. Jeder von uns hat eigentlich einen persönlichen, energetischen Raum um sich. Da die meisten von uns jedoch nichts darüber lernen und diesen somit nicht bewusst aufrecht erhalten, fällt der Raum in sich zusammen und ist nicht da. Die Konsequenz ist, dass Du die Energie von den Menschen, denen Du begegnest, ungeschützt abbekommst. Bist Du schon einmal durch die Innenstadt gelaufen und warst völlig erledigt, als Du wieder zuhause ankamst? Die meisten haben das wohl schon einmal erlebt. Das passiert, wenn Du Deinen persönlichen, energetischen Raum nicht deklariert hast. Sobald Du die ganze Energie abbekommst, wird es sehr schwierig, bei Dir anzukommen und zu bleiben.

Probiere einmal Folgendes: Setz Dich entspannt auf einen Stuhl. Schließe die Augen. Nun benutze zwei Finger zum Schnipsen. Schnipse einmal und deklariere damit, dass um Dich herum eine Blase ist, die Dich komplett einschließt. Du sitzt in dieser Blase. Sie ist wie eine Seifenblase im Abstand von ca. 50cm komplett um Dich herum, vorne, hinten, oben und unten. Ertaste diese Blase nun von innen mit Deinen Händen. Bewege wirklich Deine Hände an der Blasenwand entlang. Wenn Du das eine Minute gemacht hast, schnipse die Blase wieder weg und spüre den Unterschied. Dann nutze wieder Deine Absicht und schnipse die Blase wieder hin und spüre erneut den Unterschied. Mache das ein paar Mal. Dies ist möglicherweise das erste Mal, dass Du Bewusstheit über Deinen persönlichen, energetischen Raum bekommst und diesen spürst. Dann gehe einmal in die Innenstadt und deklariere ganz bewusst diesen persönlichen Raum um Dich. Halte die ganze Zeit einen Teil Deiner Aufmerksamkeit darauf gerichtet, damit er bestehen bleibt. Nimm den Unterschied wahr.

Wenn Du mehr und mehr zentriert bist, im Sein und im Hier und Jetzt ankommst, Dir ausgiebige Pausen gönnst, in denen alles sacken kann, dann kann in Dir Ruhe einkehren. Dann kannst Du Erlebtes integrieren, Dinge verabschieden, Klarheit darüber bekommen, was wirklich Dir entspricht und Neues entstehen lassen.

Stress ist selbst gemacht. Wenn Du gestresst und gehetzt bist, bist Du gefangen in Deinen eigenen Gedanken und Glaubenssätzen und im Tun und Handeln. Doch was, wenn Du nicht Deine Gedanken bist? Was, wenn Du ausbrechen kannst aus dem intellektuellen Gefängnis? Was, wenn Du nicht Dein Tun und Haben bist?

Jeder Mensch hat ein Sein. Das Sein ist gekennzeichnet durch Qualitäten, die Dich in Deiner Essenz ausmachen und die beschreiben, wie Du bist. Vielleicht bist Du offen, klar, kreativ, wie ein leuchtender Stern, aufmerksam, feinspürig, humorvoll, etc. Wie wäre es, wenn Du den Fokus abziehst vom Tun und mehr auf Dein Sein richtest?

Vielleicht fragst Du jetzt „Ja alles schön, aber wie soll ich das machen? Wie geht das?“ Zieh einmal in Betracht, dass die Antwort auf die Frage „Wie?“ ganz einfach „Ja!“ lautet. Fange einfach an! (zum Beispiel mit den beiden oben beschriebenen Schritten).

Die wirklich interessante Frage lautet nicht „Wie?“ sondern vielmehr: „Wann entscheidest Du Dich bewusst und aufrichtig aus ganzem Herzen dafür,

im Feuer das Wunder des Lebens zu tanzen,
mit dem Wasser in die Tiefe der Träume zu fließen,
im Wind die Weite des Himmels zu atmen,
in die Erde zum Quell Deiner Kräfte zu wachsen?“

Achte auf Dich! Es ist Deine einzigartige, kostbare Lebenszeit!

Herzliche Grüße, 
Nicola


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